„Der Landrat von Ludwigslust-Parchim hat die Maske fallen lassen. Zu keinem Zeitpunkt hat der Landtag die Sicherung des Crivitzer Krankenhauses ohne Geburtenstation unterstützt. Dass nun seitens des Landrates das Gegenteil kolportiert wird, lässt das Schlimmste für sein noch immer ausstehendes Konzept für Crivitz befürchten.

Ich freue mich sehr darüber, dass der CDU-Spitzenkandidat, Michael Sack, vor Ort gewesen ist und Gespräche mit der Bürgerinitiative geführt hat. Sonst wäre jetzt kaum herausgekommen, dass es bei der Verstaatlichung des Kinikums augenscheinlich nur um die angebliche ,Sicherung des Standortes‘ gegangen ist, zu keinem Zeitpunkt aber um die Geburtenstation.

Die presseöffentliche Verlautbarung des Landkreises ist nicht weniger, als ein Offenbarungseid. Ich fordere den Landrat von Ludwigslust-Parchim auf, sich an bestehende Beschlusslagen, die mit großer Mehrheit explizit eine Geburtenstation vorsahen, zu halten. Das Land hat geliefert, nun brauchen wir endlich ein seriöses Konzept des Landkreises.

Was die 6 Millionen Euro angeht, die das Land Mecklenburg-Vorpommern zur Unterstützung der Verstaatlichung des Klinikums Crivitz seitens des Landkreises zugeschossen hat, gelange ich zudem zu der Feststellung, dass dieser Preis womöglich sehr hoch gewesen sein könnte, sollte der Klinikbetreiber tatsächlich vorgehabt haben, das Klinikum komplett zu schließen, wie das Landratsamt mitteilte. In dem Falle war die vermeintliche Rettungsaktion für die Geburtenstation in Crivitz in Wahrheit eher ein überteuertes Geschenk an den Klinikbetreiber auf Kosten des Steuerzahlers. Ich halte es für möglich, dass sich der kommende Landtag die Angelegenheit noch mal genauer anschauen müssen wird.“

« Angebot des Landes annehmen - Sirenen-Netz in Schwerin wieder aufbauen 40.000 Euro für Sanierung der Uferbefestigung bei den Schweriner Büüdel-Schippern »